exposed

13. September 2009

Jakob Schaible

Vernissage 18.09.2009

Öffnungszeiten 19.09.-25.10.

Freitags 17-20Uhr// Samstags+Sonntags 11-14 Uhr

Jakob Schaible (* 1978) lebt und Arbeitet in Berlin und im Schwarzwald. Durch sein Studium an der Universität der Künste bei Prof. Rebecca Horn verfolg er einen multimedialen Ansatz. So entstehen Installationen, Videos, Skulpturen und Zeichnungen. Allen eigen ist ihr prozesshafter und räumlicher Aspekt. Im Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit steht der Mensch in seiner Beziehung zu sich und zum Kosmos.

Signifikant für seine individuelle Herangehensweise sind seine Arbeiten mit Kochsalz. Dafür hat Jakob Schaible eine Technik entwickelt, bei der er wässrige Salzlösung auf Bildträgern aufbringt und diese auskristallisieren lässt. Dabei entstehen Werke von überzeugender Klarheit so wie eine poetische Formensprache,  in der er sich die Eigenschaften der Materialien: Wasser, Papier, Pigment und Salz zu nutzen macht. Auflösung,  fließender Zusammenhang und konkrete Formgewinnung, Kristallisation sind dabei die prägenden Gestaltungselemente. Der vielschichtige Symbolgehalt dieses für menschliches Leben unentbehrlichen Mineralstoffes schwingt dabei immer mit.

Jakob Schaibles Schaffen lässt sich nicht auf einen bestimmten Stil oder ein Medium festlegen. Stielbrüche, das Spiel mit Stilen und Medien gehört zu seiner Taktik. Er bedient sich dem gerade Nahe liegenden, um durch seine eigenwillige Anwendung eine Bezugsystem herzustellen, das den Betrachter letztlich auf sich selbst zurückwirft. Das Kunstwerk wird so erst durch Wahrnehmung des Betrachters vollständig. In einer konsequenten Reduzierung  und einem minimalistischen Einsatz der Mittel gelingt es Ihm einen Raum für das Wesentliche zu schaffen, in dem Sehgewohnheiten und Erwartungen ins Leere laufen. Die Arbeiten Jakob Schaibles machen nicht durch Lautstärke auf sich aufmerksam sondern entfalten Ihre Kraft und Sinnlichkeit in einer stillen Konzentration.

Die Ausstellung Exposed im gz. Dem Raum für Urheber zeigt einige seiner jüngsten Arbeiten, mit deren Auswahl  er auf die Lage der Galerie im Leonhardsviertel eingeht.